 
Der Schwanhof
Der Marburger Kaufmann Hermann zum Schwan begründete
den Schwanhof Mitte des 16. Jahrhunderts mit dem Bau
zweier stattlicher Häuser mit Fachwerkaufbauten vor den
Toren Marburgs in der heutigen Schwanallee.
1860-1870 wird der Schwanhof durch den Postmeister
Heinrich Niemöller zu seiner heutigen großzügigen Anlage
ausgebaut.
1875 erwerben die Brüder Wilhelm, Luis und Carl
Niderehe das Anwesen und verlegen ihre
Produktionsstätten von Rauch-, Schnupf- und Kautabak in
den Schwanhof, es werden bis zu 160 Personen
beschäftigt.
1956 wird die Produktion eingestellt und die
Betriebsgebäude an verschiedene gewerbliche Unternehmen
vermietet. Neben einem Werkzeugmacher gibt es derzeit im
Schwanhof z.B. auch ein Küchenstudio, das Marburger
Geburtshaus, eine Anwaltskanzlei und eine Tanzschule.
1985 zieht die Orgelbauwerkstatt mit in den
Schwanhof.
Der Schwanhof ist in seiner Gesamtheit als
Kulturdenkmal in das hessische Denkmalbuch eingetragen.
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